In Deutschland empfehlen Experten wie Ernährungswissenschaftler Uwe Knop, stets ausreichend Vorräte im Haushalt zu haben. Die Hinweise stützen sich auf die Richtlinien des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Wichtig ist ein Vorrat, der pro Person mindestens 10 Tage abdeckt.
Inhaltsverzeichnis:
- Uwe Knop und Empfehlungen des Bundesamtes
- Auswahl und Lagerung der Vorräte
- Notfallausrüstung bei Stromausfall
- Belastbarkeit des menschlichen Körpers
- Übersicht der Prioritäten
Uwe Knop und Empfehlungen des Bundesamtes
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät zu 20 Litern Flüssigkeit pro Person für 10 Tage. Davon sollten täglich 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter zum Kochen vorgesehen sein.
Empfohlen werden vor allem haltbare Lebensmittel ohne Kühlung. Dazu zählen:
- Getränke wie Wasser, Säfte, Tee in Beuteln, Kaffee
- Getreideprodukte wie Nudeln, Reis, Haferflocken, Knäckebrot, Dauerbrot
- Gemüsekonserven sowie getrocknete Linsen
- Obstkonserven, Trockenobst und Nüsse
- Tierische Produkte wie Dosenwurst, Fischkonserven, H-Milch und Eipulver
- Fette und Öle wie Margarine und Speiseöl
- Sonstiges wie Zucker, Salz, Honig, Marmelade, Schokolade, Fertiggerichte
Auswahl und Lagerung der Vorräte
Beim Kauf sollten nur Produkte gewählt werden, die man auch im Alltag verwendet. So lässt sich der Vorrat leichter erneuern. Wichtig ist eine abwechslungsreiche und nahrhafte Auswahl, die Allergien oder spezielle Diäten berücksichtigt.
Die Lagerung erfolgt kühl, trocken und dunkel, etwa in Keller oder Speisekammer. Das "First In, First Out"-Prinzip hilft, ältere Waren zuerst zu verbrauchen. Auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sind viele Produkte genießbar.
Notfallausrüstung bei Stromausfall
Fällt der Strom aus, müssen Vorräte ohne elektrische Geräte zubereitet werden. Empfohlen werden:
- Campingkocher mit Gaskartuschen oder ein Spirituskocher
- Stabile Kochutensilien, Topf und Dosenöffner
- Feuerzeuge oder Streichhölzer
- Wasser auch für Hygienezwecke
- Kerzen, Taschenlampen mit Ersatzbatterien oder Kurbeltaschenlampen
- Sicherheitsausstattung wie Feuerlöscher und Rauchmelder
Belastbarkeit des menschlichen Körpers
Der Mensch überlebt nur wenige Tage ohne Wasser. Nahrung kann deutlich länger entbehrt werden. Ein Erwachsener hält je nach Gesundheitszustand mehrere Wochen ohne feste Nahrung durch.
Wichtige Fakten:
- Wasser: Überleben nur wenige Tage möglich
- Nahrung: Überleben mehrere Wochen möglich
- Schlaf: Starker Mangel führt nach 24 Stunden zu Konzentrationsstörungen, nach 36 Stunden zu Halluzinationen, nach 48 Stunden zu kognitiven Ausfällen
Übersicht der Prioritäten
| Rang | Ressource | Überlebensdauer | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| 1 | Wasser | wenige Tage | höchste Priorität |
| 2 | Schlaf | 2–3 Tage ohne schwerwiegende Folgen | notwendig für Funktionen |
| 3 | Nahrung | mehrere Wochen | Körper nutzt Fett- und Muskelreserven |
Damit gilt: In einer Notsituation muss Wasser an erster Stelle gesichert werden, gefolgt von Schlaf und Nahrung.
Quelle: FOCUS, YouTube